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Geburtsbericht von Justus

 

6.08.2007

Fa Besuch, ich war schon zwei Tage drüber und rechnete eigentlich nicht damit dass Justus seine Wohnung sobald räumen würde.

Auf dem CTG sah man dann 3 Wehen die ich auch als leichtes ziehen spürte, die Frauenärztin zeigte sich aber noch nicht optimistisch und ich musste noch einmal auf den Stuhl , der Gebärmutterhals war noch erhalten und Muttermund zu, sie meinte sie würde jetzt am Mumu „rumprockeln“ das könnte Wehen auslösen.

Wieder zuhause hab ich mir erst einmal eine ordentliche Portion Trockenpflaumen gegönnt, quasi als Rizinusölersatz.

Danach sind wir noch Eis essen gegangen und ich spürte immer wieder ein leichtes ziehen aber nicht stärker als in den Tagen vorher.

Ich legte mich dann auf die Couch und als ich aufwachte, hatte ich ziemlich viel Schleim im Slip, das machte mir dann schon etwas Hoffnung

Abends kam dann mein nächstes Lockmittel, ich gönnte mir das erste Glas Rotwein in der Schwangerschaft, danach war ich schon fast beschwipst, das ziehen wurde stärker ich merkte es jetzt schon immer , trotzdem machte ich mir nicht viel Hoffnung ich ging dann heiß duschen und dann gegen 23.00 Uhr ins Bett.

 

7.8.07

 

1.40 Uhr ich wache von stärkerem ziehen in der Leistengegend auf, als ich aufstehe um auf Toilette zu gehen, geht so viel Schleim ab das ich zuerst denke die Fruchtblase ist geplatzt, das sage ich auch zu Matthias der sagt nur „mhhhh“ dreht sich um und schläft weiter, na toll….

Ich verbringe ca. 2 Stunden damit auf der Couch zu liegen, umherzulaufen und das Becken kreisen zu lassen, das ziehen kommt alle 5 Minuten dann mal alle 8 oder 6 Minuten.

Um ca. 3.00 Uhr  wecke ich Matthias damit er mir hilft die Länge der Wehen zu messen, ich bin mir nämlich immer noch nicht sicher ob es echte Wehen sind obwohl ich nicht mehr weiterlaufen kann wenn sie kommen und auch nicht mehr wirklich reden kann , um 4.00 Uhr rufen wir unsere Hebammen an, wir haben Ellen die älteste der vier am Telefon, sie meint wir sollten uns treffen dass Kind scheint zu kommen  aber sie würde gerne vorher noch frühstücken, deswegen machen wir 5.30 am AKH aus.

Im AKH angekommen gehen wir in das Zimmer wo auch die Geburtswanne ist und Ellen schloss mich an dass Ctg an, sie fragte mich ob ich noch was anderes anziehen möchte aber ich wollte erst noch etwas warten bis die wehen stärker werden.

Sie untersuchte den Muttermund und der war schon bei 3-4 cm worüber ich mich schon mal sehr freute den ich kleiner Pessimist hatte schon damit gerechnet dass er noch zu ist oder dass ich wieder nach Hause geschickt werde.

Ich hab dann ca. 2 stunden auf dem Bett gelegen und die Wehen verarbeitet, die merkte ich immer als stärkeres Ziehen aber es war noch nicht so schlimm und ich konnte mich noch gut unterhalten, die schmerzmittel die Ellen mir angeboten hat habe ich deswegen auch erst einmal abgelehnt.

 

Irgendwann so gegen halb neun hat Ellen dann wieder den Mumu untersucht und der war dann schon bei 6 cm ! Sie sagte dann zu mir sie würde gerne die Fruchtblase öffnen um alles zu beschleunigen, gesagt getan, und von da an ging es richtig los, als erstes musste ich mich ziemlich oft übergeben ( laut Ellen ein gutes Zeichen dass sich der Mumu öffnet) und die Schmerzen wurden immer stärker ich empfand sie jetzt als richtige Muskelkrämpfe ähnlich wie Wadenkrämpfe mein ganzer Körper spannte sich mit an und mit veratmen war nichts mehr, jetzt wollte ich doch was gegen die schmerzen haben  und bekam  Buscopan gespritzt .

Das half auch nicht also gab es einen Tropf mit einem anderen Schmerzmittel, das machte einen etwas schläfrig so dass ich in den Wehenpausen so vor mich hindöste.

Ellen meinte noch zu mir das es schlimmer nicht wird , ich dachte mir lass sie nur reden ich bin doch gerade in der Eröffnungsphase das wird bestimmt noch schlimmer ich hätte jetzt gerne einen Kaiserschnitt…. was ich nicht wusste ich befand mich mitten in der schmerzhaften Übergangsphase und als Ellen mich noc heinmal untersucht hatte , der Mumu bei 9 cm war und sie ihre Praktikantin angerufen hat das sie sich beeilen soll wenn sie die Geburt noch mitbekommen will, war ich mehr als überrascht ich hab gedacht ich muss  noch stundenlang auf diesem  Bett liegen und die Wehen irgendwie aushalten.

Kurz darauf  meinte Ellen  wenn ich will kann ich schon mitdrücken, da war ich ja ganz überrascht, so schnell ?? Ich dachte das dauert noch ?

Sie fragte mich ob ich evt auf den Hocker will, nein alles bloß nicht bewegen dazu war ich gar nicht mehr in der Lage, aber auf die Seite sollte ich mich legen.

Umgezogen hatte ich mich übrigens nicht mehr und hatte ein langes ziemlich warmes Shirt an, so dass ich noch mehr schwitzte…

Um 10.30 fing ich also zu pressen an, das empfand ich als kaum schmerzhaft es war eben nur anstrengend vor allem weil ich immer wieder Luft holen musste und mich das richtig störte weil ich doch mein Kind endlich haben wollte.

Die Ärztin wa rmittlerweile auch da ,was mir noch mehr Motivation gibt, dann kann es jetzt nicht mehr lange dauern.

Irgendwann merke ich wie sich der Kopf kurz vor dem Ausgang befindet, ich werde von Ellen und der Ärztin angefeuert weiter zu pressen, was ich auch tue obwohl ich merke das ich Richtung Schamlippen reißen werde,aber das ist mir total egal denn ich will mein Kind endlich sehen,  dann ist wieder eine Pause und man sieht einen Eierköpfiges etwas aus mir rausschauen das sogar schon anfängt zu schnaufen, ich darf den kleinen Kopf anfassen was ein unbeschreibliches Gefühl ist, dann kommt die nächste Wehe und ich merke wie Ellen den Rest des Kopfes und die  die Schultern rausdreht, ein paar Sekunden später liegt unser  Sohn in meinen Armen,nach 5 Stunden im Kreißsaal und 10 Preßwehen  erblickt Justus um 11.10 Uhr das Licht der Welt,  ich kann es gar nicht fassen dass das vor mir wirklich mein Kind ist vor allem ist er so furchtbar winzig so klein hatte ich ihn mir gar nicht vorgestellt.

Matthias darf die Nabelschnur durchschneiden und nach 10 Minuten werde ich genäht und Justus in Sichtweite gebadet und vermessen.

Wir sind dann noch recht lange im Kreißsaal wo er auch zum ersten Mal angelegt wird allerdings nuckelt er nur und saugt noch nicht richtig.

Die Geburt war für mich ein sehr schönes Erlebnis und lange nicht so schmerzhaft wie ich geglaubt habe, ich hab ja bis zum Schluss gedacht es wird noch viel schlimmer und war ganz überrascht als ich pressen durfte, der ganze Schmerz war sofort vergessen als der Kleine auf der Welt war.

Auch die Ärztin und die Hebamme waren überrascht von dem tempo was wir da hingelegt haben und dass ich nicht geschrien habe, das lag allerdings daran das ich unter den starken Krämpfen gar keine Luft hatte zum schreien, aber das hab den beiden  natürlich nicht verraten ;-)




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